Schlechte Zahlungsmoral der öffentlichen Hand!
Januar 2004 - Zyklop Inkasso Pressemitteilung
Bei der Pleitewelle ist kein Ende in Sicht. Immer mehr Firmen sind gezwungen Insolvenz anzumelden, weil ihre Schuldner nicht oder erst viel zu spät bezahlen. Erschreckend ist, dass zu den Hauptschuldnern Bund, Länder und Kommunen gehören, die dadurch an der Pleitewelle teilweise mitschuldig sind.
"Die Zahlungsmoral der öffentlichen Hand hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert" sagt Martin Ostgathe, Vorstand der Zyklop Inkasso Deutschland AG. " Der Bund und die Länder lassen sich zum Teil über 90 Tage Zeit mit der Begleichung von Rechnungen, die Kommunen über 70 Tage. Für die Gläubiger, deren finanzieller Spielraum oft ohnehin schon knapp bemessen ist, kann das das endgültige 'Aus' bedeuten!"
Wer Schulden bei der öffentlichen Hand hat hat kein Nachsehen zu erwarten: Werden Steuern oder Strafzettel zu spät gezahlt sind Aufschläge zu entrichten, gegebenenfalls wird auch gerne kurzfristig vollstreckt. Hat die öffentliche Hand selber etwas zu bezahlen sieht das alles ganz anders aus, Rechnungen werden erst mit mehrmonatiger Verspätung beglichen, Zinsen oder Mahnkosten werden nicht gezahlt. Sind Bund, Länder und Kommunen nicht verpflichtet, Verzugszinsen zu bezahlen?
"Eine solche Verpflichtung besteht durchaus," so der Vorstand des bundesweit tätigen Inkassounternehmens mit Sitz in Krefeld. "Für die öffentliche Hand gelten insoweit die gleichen Gesetze wie für Firmen und Privatleute auch. Die Gläubiger möchten sich aber regelmäßig nicht mit einem wichtigen Auftraggeber anlegen und verzichten daher fast immer auf Zinsen und Kosten. Allerdings schadet sich die öffentliche Hand durch dieses Verhalten letztendlich selbst: Mehr Pleiten bedeuten schließlich weniger Steuereinnahmen!"
Es bleibt somit nur der Appell an Bund, Länder und Gemeinden, sich auf ihre gesetzlichen Pflichten zu besinnen und sich so zu verhalten, wie sie es von ihren eigenen Schuldnern auch verlangen.
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