Psychische Krankheit als Ursache für Verschuldung?
April 2004 - Zyklop Inkasso Pressemitteilung
"Prokrastination" heißt der Fachausdruck - gemeint ist damit der krankhafte Drang, alles was unangenehm ist zu verschieben und zu ignorieren. Dabei geht es nicht um die normalen Fälle des Aufschiebens, zum Beispiel beim unangenehmen Fensterputzen, sondern um krankhafte Fälle, in denen die Betroffenen das Gefühl haben sich selbst nicht kontrollieren zu können und in wichtigen Bereichen ihres Lebens gelähmt zu sein.
"In Umfragen haben immerhin ungefähr 25 Prozent der Befragten erklärt, dass sie unter einem wiederkehrenden Aufschieben leiden, dem sie hilflos gegenüberstehen!", so Ass. jur. Frank Gallep, Jurist in der Geschäftsleitung der Zyklop Inkasso Deutschland AG, der sich seit geraumer Zeit mit diesem Phänomen befaßt. Das bundesweit tätige Inkassounternehmen mit Sitz in Krefeld hat oft mit Schuldnern zu tun, die unter diesem psychischen Problem leiden und alles vor sich her schieben.
"Die Folgen können für die Betroffenen sehr dramatisch sein, bis hin zu Arbeitslosigkeit, Gesundheitsgefährdung oder auch totaler Zahlungsunfähigkeit!", so Frank Gallep. "Nicht selten erleben wir die Fälle, in denen Schuldner sich einfach um nichts mehr kümmern - ihre finanzielle Lage, der Umfang der Verbindlichkeiten, alles wird zur Seite geschoben. Eingehende Rechnungen oder auch Mahnbescheide werden noch nicht einmal mehr geöffnet. Wenn der Gerichtsvollzieher dann kommt findet er Berge ungeöffneter Post."
Bedeutet das, dass Zahlungsunfähigkeit letztendlich nur auf einen krankhaften Zustand zurück zu führen ist? "So pauschal kann man das sicher nicht sagen," sagt dazu der Inkassospezialist. "Die meisten Fälle sind durch andere Faktoren - zum Beispiel die schlechte wirtschaftliche Lage, nicht eingehende Außenstände, aber auch betriebswirtschaftliche Fehlentscheidungen - begründet. Daneben gibt es aber eben auch einen Kreis von Schuldnern, vor allem unter Privatleuten, kleinen Selbstständigen und Freiberuflern, bei denen zum Teil die finanziellen Probleme auf diese psychische Krankheit zurück zu führen sind. Das Erkennen als Krankheit bedeutet allerdings keinesfalls, dass die Zahlungsunfähigkeit damit entschuldigt werden soll - jeder ist nach wie vor seines eigenen Glückes Schmied. Allerdings bedarf es hier anderer als der üblichen Lösungsansätze, insbesondere durch Gesprächs- und Hilfsangebote."
In solchen Fällen helfen Druck und Zwangsvollstreckung zumeist nicht weiter. Zyklop Inkasso hat dieses Phänomen erkannt - und hilft erfolgreich bei der zielgerichteten Problemlösung, insgesondere durch spezielle Angebote im Schuldenmanagement.
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