Jugendliche in der Schuldenfalle!

September 2003 - Zyklop Inkasso Pressemitteilung

Überschuldung, Zwangsvollstreckung, eidesstattliche Versicherung - eine Entwicklung, mit der immer mehr Jugendliche konfrontiert werden. Die Zahl der verschuldeten Mädchen und Jungen zwischen 15 und 20 Jahren wird nach Angaben von Jugendschützern auf 850.000 geschätzt.

"Unter den Schuldnern ist der Anteil der Jüngeren in den letzten Jahren drastisch gestiegen!" sagt Martin Ostgathe, Vorstand der Zyklop Inkasso Deutschland AG. "Ursache dafür sind falscher und sorgloser Umgang mit Geld und den damit verbundenen Verpflichtungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Nutzung von Mobiltelefonen."

Vor allem nach dem 18. Geburtstag, wenn Jugendliche selbst Verträge schließen dürfen, setzt nicht selten eine verhängnisvolle Entwicklung ein: Handy-Verträge mit langen Vertragslaufzeiten werden geschlossen, die Kosten des Telefonierens werden unterschätzt, und schon bald können die Rechnungen nicht mehr bezahlt werden. Wenn dann der Gläubiger "Druck macht" wird einfach der Anbieter gewechselt. Das Ganze endet dann schlimmstenfalls mit Zwangsvollstreckung, Abgabe der eidesstattlichen Versicherung und Eintrag in der Schufa.

"Viele Jugendliche sind sich über die möglichen Folgen der Überschuldung offenbar nicht im Klaren," warnt der Vorstand des bundesweit tätigen Krefelder Inkassounternehmens. "So gibt es zum Beispiel keine Kredite von den Banken mehr, und bei der Suche nach einer Wohnung kann es ebenso Probleme geben wie auf der Lehrstelle oder dem Arbeitsplatz!"

Wie kann dieser Entwicklung Einhalt geboten werden? "Eigentlich wäre es die Aufgabe der Eltern, ihren Kindern den richtigen und verantwortungsvollen Umgang mit Geld beizubringen," so Martin Ostgathe. "Viele Eltern scheinen damit aber überfordert zu sein. Deshalb sollte dieses Thema auch dringend in der Schule aufgegriffen werden."

Tatsächlich wird diese Problematik in den Schulen weitgehend vernachlässigt beziehungsweise ignoriert. Und das obwohl es doch eigentlich weder ein besonderes Problem noch ein allzu großer Aufwand sein dürfte, den Schülern Bedeutung und Folgen finanzieller Verpflichtungen und einer eventuellen Überschuldung zu vermitteln. Nachbesserungen am Unterrichtsprogramm sind also dringend anzuraten.

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