Sinkende Zahlungsmoral!

März 2003 - Zyklop Inkasso Pressemitteilung

Die Wirtschaft ist in der Flaute, die Zahlungsmoral und die Zahlungsfähigkeit der Schuldner auch. Bundesweit können über zwei Millionen Haushalte ihre Kredite nicht zurückbezahlen. Was sind die Ursachen?

"Schuld ist sicher auch die schlechte Wirtschaftslage", sagt Martin Ostgathe, Vorstand der bundesweit tätigen Zyklop Inkasso Deutschland AG. "Hinzu kommt aber vor allem eine sehr bedenkliche Änderung in der Einstellung der Konsumenten: Mehr denn je wird heute ‚auf Pump' gekauft - ohne an die eventuellen Folgen zu denken!"

Tatsächlich wird es immer mehr üblich, alle möglichen Lebensbereiche auf Kredit zu finanzieren. Dinge, für die früher erst mal Geld gespart wurde, werden jetzt sofort gekauft und in Raten abgezahlt. Dies gilt nicht nur für das Auto, sondern oft auch für die Wohnzimmereinrichtung, die Küche, die Stereoanlage und sogar den Urlaub. Geht dann irgendetwas schief - zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Scheidung, - ist das finanzielle Desaster unvermeidbar.

Die Möglichkeit des bargeldlosen Einkaufs mit EC- oder Kreditkarte erleichtert das Schuldenmachen. Hinzu kommt, dass Kreditinstitute oft großzügig Kredite vergeben. Andererseits gilt immer noch der alte Satz, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist. "Gerne wird im Zusammenhang mit der Überschuldung von Privathaushalten auf eine Mitschuld der Kreditinstitute verwiesen", so der Vorstand des in Krefeld ansässigen Inkassounternehmens. "Dabei wird jedoch allzu oft die Eigenverantwortlichkeit der Schuldner außer Acht gelassen. Niemand wird gezwungen, Konsumgüter zu kaufen die er nicht bezahlen kann. Und letztendlich ist jeder auch selbst dafür verantwortlich zu kalkulieren, was er sich leisten kann und was nicht."

Dramatisch ist die Situation nicht nur für die, die überschuldet sind, sondern auch für deren Gläubiger. Die haben Waren geliefert oder Dienstleistungen erbracht und Auslagen dafür getätigt und bekommen nicht die geschuldete Gegenleistung - und werden sehr oft selber zahlungsunfähig. Was können Gläubiger tun, um sich vor einer solchen Entwicklung zu schützen? Zwei wichtige Tipps hat da der Inkassospezialist: "Vor Auftragsannahme sollte dringend eine Wirtschaftsauskunft über den potenziellen Vertragspartner eingeholt werden. Diese ermöglicht es, die meisten ‚faulen' Kunden bereits im Vorfeld zu erkennen. Zahlt ein Schuldner nach Fälligkeit nicht sollte die Beitreibung so schnell wir möglich eingeleitet werden. Die Erfahrung zeigt, dass die Beitreibungschancen um so geringer werden, je später mit der Geltendmachung der Forderung begonnen wird!"

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