Achtung, falsche Antivirensoftware im Umlauf!
Südkurier - 13. September 2008
Laut Schutz-Software-Hersteller Panda verbreiten Internet-Kriminelle vermehrt gefälschte Antiviren-Lösungen, die keinerlei brauchbare Funktionen haben. Der Trick: Der Nutzer, der sich das Programm oftmals nicht einmal bewusst heruntergeladen hat, erfährt per Warnmeldung, dass ein Virus auf seinem Computer entdeckt wurde.
Es wird dann dringend empfohlen, die komplette Version des Programms zu kaufen. Wer sich verweigert, erhält ständig weitere Warnmeldungen über neue Infektionen und wird mit Werbefenstern traktiert. Die Verbindung zu den Webseiten seriöser Schutzsoftware-Hersteller werden gekappt.
"Die falschen Antiviren-Lösungen sind technisch so ausgefeilt, dass sie von realen Sicherheits-Programmen nur schwer zu unterscheiden sind", warnt Luis Corrons. Viele der Falschprogramme sind ihm zufolge polymorph gestaltet, können also nach jeder Installation ihre Form verändern. "Dieser Aufwand beschert den Online-Kriminellen einen enormen finanziellen Gewinn, denn leider fallen etliche Nutzer auf solche Täuschungen herein", so Corrons.
Tipp: In vielen Fällen sind die Fälschungen an legitime Programme angehängt. Eingehende Programme während des Ladevorgangs deshalb sorgfältig kontrollieren.
Noch ein fieser Trick: Derzeit versenden Internet-Angreifer im Namen
von "Zyklop Inkasso Deutschland" gefälschte E-Mails. In
einer angeblichen Abbuchungsbestätigung versteckt sich ein Trojaner,
der unerlaubt auf die Daten des Rechners zugreift, so das Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Das Programm installiert
sich, wenn der Benutzer auf den Dateianhang "Rechnung.zip" klickt.
Damit das auch passiert, werden die Empfänger durch Angabe hoher
Beträge, die angeblich ausstehen, erschreckt. (nar)
Quelle: http://www.suedkurier.de/ratgeber/computer/;art4250,3415876
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